Männerberatung
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Bubenarbeit

Ein Schulprojekt

Was ist Bubenarbeit?

Buben- und Burschenarbeit versucht, die Jungen mit ihren Problemen zu verstehen, sie in ihrer Persönlichkeit zu festigen und zu stützen. Ziel ist, die individuelle soziale Handlungskompetenz zu erweitern, sich selbst und andere mit all den Stärken, Schwächen und Problemen annehmen zu können und das dafür notwendige positive Selbstwertgefühl zu entwickeln. Buben können in der Gruppe erfahren, dass ihr "Scheitern" nicht ein individuelles Versagen ist, sondern dass alle Buben ähnliche Probleme haben. Das entlastet. Zudem wird dadurch das traditionelle Männerbild vom Einzelkämpfer aufgeweicht.

Neben diesem Verständnis für die Situation der Buben beziehen die männlichen Berater aber auch deutlich Stellung zu Übergriffen von Jungen durch Regel- und Grenzverletzungen, Gewalttaten, verbale und körperliche Aggressionen, ausländer- und frauenfeindliche Attacken usw. Grenzen geben Orientierung und Sicherheit, wenn man sie achtet. Grenzverletzungen zu benennen, ist eine wichtige gewaltpräventive Aufgabe.

Wir zeigen den Burschen auch, wie wichtig und wertvoll es ist, für das eigene Verhalten und dessen Konsequenzen die Verantwortung zu übernehmen.
Obwohl Gewalt häufig Thema in den Workshops ist, geht es nicht nur um die Probleme, die Buben machen, sondern viel mehr um die Probleme, die sie haben, um ihre Bedürfnisse, Unsicherheiten und Ängste, ihre Ohnmachtgefühle und ihre Orientierungslosigkeit.

Mögliche Themenbereiche der Bubenarbeit sind z.B.: Geschlechterrollen, Männlichkeit, Identität, Aggression und Gewalt, Rassismus, Konfliktlösungsstrategien, Freundschaft, Liebe und Sexualität, Kommunikation und Sprache, Gesundheit und Körperbewusstsein, Zukunftsperspektiven und Zukunftsängste, Medienkonsum, Werte etc.

Ziele

Die Buben und männlichen Jugendlichen lernen bei den Workshops, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, ihr eigenes Rollenverhalten zu hinterfragen und traditionelle Männerbilder kritisch zu überdenken. Diese Art der Bewusstseinsbildung dient letztlich auch der Gewaltprophylaxe angesichts des zunehmenden Aggressionspotentials der Burschen, das von Schulen immer wieder aufgezeigt wird.


Zielgruppe

Männliche Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren


Durchführung

Das Projekt ist methodisch und thematisch prozessorientiert aufgebaut. Die einzelnen Gruppentreffen umfassen einen zeitlichen Rahmen von 2 - 5 Stunden. Unser Angebot unterscheidet sich entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand der Teilnehmer methodisch und inhaltlich. Die Themenschwerpunkte orientieren sich an den Bedürfnissen der Burschen.

Methoden

Gruppendiskussion, Kleingruppenarbeit, Partnerübungen, Rollenspiele, Wahrnehmungs- und Beobachtungsübungen, Phantasiereisen, Arbeit mit Medien, Film- und Videoanalyse.

Organisatorischer Rahmen

Vor- und Nachbesprechung

Gruppenraum
wird von der Schule zur Verfügung gestellt (außerhalb der Schule)

Gruppengröße
max. 17 Teilnehmer

Kosten
Kostenbeitrag der Schule: € 250,-- pro Workshop.

Anmeldung

Der Aufwand für Organisation, Reisekosten, Weiterbildung, Supervision etc. wird vom Familientherapie-Zentrum des Landes OÖ. getragen.

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